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Geschichte der Pfadfinder


1907 gründete der Engländer Lord Robert Baden-Powell die erste Pfadfindergruppe. Er übernahm dabei Eigenschaften der englischen Armeekundschafter, genannt “Scouts”. Seine ersten Gruppen und sein Buch “Scouting for boys” hatten eine derartige Resonanz, dass sich in aller Welt spontan Pfadfindergruppen gründeten. 1909 auch in Deutschland. Kurz darauf initiierte seine Frau Olave die ersten Pfadfinderinnengruppen. Daneben beeinflusste in Deutschland die Jugendbewegung die Entwicklung der Pfadfinderei. Damals suchten viele Jugendliche aus den Städten den Weg in die Natur. Während des Dritten Reichs war Pfadfinderei verboten. Jugendliche mussten sich in der Hitlerjugend betätigen. Daneben waren Jugendliche und Erwachsene aus der Pfadfinder- und Jugendbewegung am Widerstand beteiligt. Zum Beispiel stammten Mitglieder der “Weißen Rose” aus kirchlichen Pfadfindergruppen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden neue Pfadfinderinnen und Pfadfindergruppen in Deutschland gegründet. In den sechziger Jahren begann die Diskussion über die Modernisierung des Pfadfindertums. Auf Basis der Pfadfinderidee wurde moderne Gruppenpädagogik entwickelt. Von den einst ans Militär angelehnten Formen wurde die blaue Tracht und das blau-gelbe Halstuch beibehalten. 1976 fusionierte der Bund der Pfadfinder mit dem Bund der Pfadfinderinnen zum Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder.